Vorbereitung zur Vorratsdatenspeicherung

Ab dem 01.07.2017 werden sämtliche Verkehrsdaten in Deutschland, die bei der Telekommunikation anfallen, bis zu 10 Wochen gespeichert.

Gespeichert werden unter anderem:

  • die Rufnummer oder Kennung des anrufenden und des angerufenen Anschlusses, bei Um- oder Weiterschaltungen jedes weiteren beteiligten Anschlusses,

  • Datum und Uhrzeit von Beginn und Ende der Verbindung,

  • Angaben zum genutzten Dienst

  • im Fall mobiler Telefondienste ferner

    die internationale Kennung mobiler Teilnehmer für den anrufenden und angerufenen Anschluss,
    die internationale Kennung des anrufenden und angerufenen Endgerätes,
    Datum und Uhrzeit der ersten Aktivierung des Dienstes, wenn Dienste im Voraus bezahlt wurden,
    die Bezeichnungen der Funkzellen
    
  • im Fall von Internet-Telefondiensten

    die IP des anrufenden und des angerufenen Anschlusses und zugewiesene Benutzerkennungen
    die Zeitpunkte der Versendung und des Empfangs der Nachricht bei der Übermittlung einer Kurz-, Multimedia- oder ähnlichen Nachricht
    
  • Daten für unbeantwortete oder erfolglose Anrufe gem. § 96 Abs.1 Satz 2 TKG

  • die dem Teilnehmer für eine Internetnutzung zugewiesene IP

  • die eindeutige Kennung des Anschlusses, über den die Internetnutzung erfolgt, sowie die zugewiesene Benutzerkennung

  • Datum und Uhrzeit von Beginn und Ende der Internetnutzung unter der zugewiesenen IP

  • bei öffentlich zugänglichen Internetzugangsdiensten und deren mobiler Nutzung

    die Bezeichnung der bei Beginn der Internetverbindung genutzten Funkzelle
    die Daten zur geografischen Lage und Hauptstrahlrichtungen der versorgenden Funkantennen
    

Quelle: https://www.datenschutz-wiki.de/Vorratsdatenspeicherung

Es gibt also genug Gründe in Zukunft seine Internetaktivitäten zu verschleiern und sein Handy nicht dauernd eingeschaltet bei sich zu tragen.

Aber ein OpenWRT-Router (GL-AR300M) für 35,00 € & ein VPN-Server lösen (http://gl-inet.com/docs/openwrt/openvpn/) zumindest das Problem der Verkehrsdaten (gegen Standortdaten hilft nur ausschalten!). Das Setup des kleinen Routers ist nicht schwer, nur unnötige Dienste wie Samba oder Telnet sollte man vielleicht via SSH abschalten (/etc/init.d/samba disable && /etc/init.d/samba stop). Dieser kleine Router könnte, bereits konfiguriert, auch ein klasse Geschenk sein...nur als kleine Anregung.

Einen kostenlosen VPN-Server, der keine Nutzeraktivitäten protokolliert und auch nie protokollieren wird, findet man bei https://www.saveyourprivacy.net/vpn-service. Wir finanzieren uns nur über Spenden & Mitgliedsbeiträge und haben keine Gewinnerzielungsabsicht. Jeder Euro fließt in mehr Bandbreite oder neue Server! ;-)

Wer diesem sympathischen Aktivisten-Kollektiv dennoch nicht traut, kann auch kommerzielle Angebote nutzen. Speziell VPN.ac kann ich hier aufgrund persönlicher Kontakte & Erfahrungen empfehlen. Zusätzlich sollte man bedenken, dass man seinen VPN-Anbieter nicht mit seiner Kreditkarte oder seinem PayPal-Konto bezahlt...und nein, man kauft auch die Bitcoins nicht via Kreditkarte oder PayPal!

Die Vorratsdatenspeicherung mit Technik zu bekämpfen hilft zunächst, behebt aber das Grundproblem nicht. Wenn man seinen lokalen Bundestagsabgeordneten noch nicht persönlich kennt, ist das ein toller Zeitpunkt um ihm/ihr mal mitzuteilen, dass man von der Vorratsdatenspeicherung nicht besonders begeistert ist.

Wer Fragen oder Anregungen hat, darf mich natürlich gerne kontaktieren. :-)

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